Lange Nacht der Kirchen 2026

Im Mittelpunkt stand die neue Sonderausstellung „Heilige Alltagshelfer – Konkrete Hilfe aus dem Himmel“, die in vier spannenden Führungen nähergebracht wurde.
Dabei wurde anschaulich erklärt, was Heilige eigentlich sind, wie jemand heiliggesprochen wird und welche Bedeutung sie im Alltag vieler Menschen haben. Mit einem Augenzwinkern wurde auch der Frage nachgegangen, an wen man sich wenden kann, wenn man Verlorenes wiederfinden möchte. Hier durfte natürlich der „Schlamperdatsch Heilige“, der Heilige Antonius nicht fehlen. Ebenso beeindruckte eine Kopie der Zungenreliquie des heiligen Nepomuk, die symbolisch für das Beichtgeheimnis steht.
Die Ausstellung bot darüber hinaus viele überraschende Einblicke und regte zum Schmunzeln und Nachdenken an: Wer sorgt etwa für ein gestochen scharfes Fernsehbild? Wer hilft in Zeiten von Krankheit? Und welche kuriosen oder weniger bekannten Heiligenpatrone gibt es überhaupt?
Ein weiteres Highlight des Abends waren die Führungen durch den Bischofshof mit Mag. Heimo Kaindl. Dabei erhielten die Besucher spannende Einblicke in die Amtsräumlichkeiten sowie in den Freskenraum mit den ältesten Wandmalereien der Stadt Graz aus dem 13. Jahrhundert. Ein ganz besonderes Erlebnis hatte zudem die letzte der drei Gruppen: Sie wurde persönlich von Bischof Wilhelm Krautwaschl durch die eigenen vier Wände des Bischofshof geführt.
Dabei zeigte sich der Bischof nicht nur als Gastgeber, sondern auch von seiner persönlichen Seite. Mit sichtbarer Freude präsentierte er unter anderem seine private Quietscheentensammlung – eine Sammlung, die einst mit einem Geschenk begann und im Laufe der Jahre stetig gewachsen ist. Ein Teil dieser besonderen Leidenschaft findet sich auch im Diözesanmuseum wieder: Für die Krippensammlung stiftete der Bischof eine eigene Quietscheentenkrippe, die besonders in der Weihnachtsausstellung ein echter Blickfang ist.
Die Lange Nacht der Kirchen 2026 im Diözesanmuseum war somit ein Abend voller Entdeckungen, interessanter Geschichten und besonderer Begegnungen. Wir danken allen Besucherinnen und Besuchern für ihr Kommen und freuen uns schon auf ein Wiedersehen bei der nächsten Gelegenheit!